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Auflagen, Kompressen, Päckchen

Auflagen, Kompressen, Päckchen

Auflagen und Kompressen sind äusserliche Anwendungen, die auf eine bestimmte Körperpartie begrenzt wird. Auflagen bedecken hierbei eine größere Fläche wie Bauch oder Nieren. Kompressen legt man auf kleinere Partien wie Gelenke an. Päckchen sind Brei oder Pastenumschläge aus Pflanzenplver oder Samen. Dies können z.B. Leinsamen oder Bockshornkleesamen sein. Umgangssprachlich gibt es eigentlich keinen Unterschied zwischen Auflage oder Kompresse. Auch Päckchen fallen darunter.

Auflagen und Kompressen

Auflagen und Kompressen werden mit einem Heilteeaufguss, einer verdünnten Tinktur oder aus einer Mischung aus einigen Tropfen ätherischen Ölen (in Wasser verschüttelt oder in fettem Öl gemischt) hergestellt. Ein sauberes Tuch mit der Flüssigkeit durchtränken, auswringen, evtl. erwärmen und anschließend auf die betroffene Körperstelle legen. Die Auflage wird mit einem Wolltuch oder einer weichen Bandage warm gehalten und meist so lange belassen wie es angenehm erscheint. Danach die Auflage entfernen und die betroffene Körperstelle warm halten. Dies kann mehrmals wiederholt werden.

Auflagen und Umschläge wirken aufgrund ihrer Verdunstungskälte kühlend, entzündungshemmend und juckreizlindernd. Sie unterstützen die Reinigungsphase oberflächlicher Wunden. Sie müssen aufgrund ihrer schnellen Austrocknung regelmäßig angefeuchtet werden.

Päckchen können sowohl aus frischen sowie aus getrockneten Pflanzen angefertigt werden. Frische Blätter, Stengel, Wurzeln oder Samen werden fein gequetscht, getrocknete Pflanzen fein gehackt oder im Mörser zerstoßen. Die Pflanzenteile werden mit heissem Wasser angerührt, in ein weiches Tuch gegeben und warm auf die betroffene Körperstelle gelegt und mit einer Bandage fixiert. Bei Entzündungen haben sich Packungen mit Bockshornklee, Senfmehl und Leinsamen sehr bewährt.

Umschläge - warm oder kalt?

Allgemein gilt, dass man frische sehr warme Schwellungen mit kalten Umschlägen behandelt. Ältere bzw. chonische Beschwerden werden warm behandelt. Allerdings werden die meisten kalten Umschläge am Pferdekörper nach einiger Zeit ohnehin warm. So folgt aus der Kältebehandlung eine Wärmebehandlung. (Ausser natürlich sogenannte Cool-Packs)